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Das Schutzgebiet von Sarambwe liegt am östlichen Rand der Demokratischen Republik Kongo, direkt an der Grenze zu Uganda. Es musste jahrelang mit vielen Problemen kämpfen. Zunächst gehörte es zum Jagdgebiet von Rutshuru. Als man im Jahr 1994 Gorillas dort entdeckte, wurde vorgeschlagen, ein Gorilla-Schutzgebiet einzurichten; 4 Jahre später entstand das Sarambwe-Reservat, und 2000 das Sarambwe-Spezialreservat für Gorillas. 2002 wurde mit Mitteln der Berggorilla & Regenwald Direkthilfe die Grenze markiert. Bis 2006 behinderten allerdings kriegerische Konflikte die Arbeit zum Schutz der Gorillas, und der Holzeinschlag nahm zu.
Im Januar 2008 konnten dank der finanziellen und materiellen Unterstützung der Berggorilla & Regenwald Direkthilfe wieder regelmäßige Patrouillen ihre Arbeit aufnehmen. Folgende Aktionen wurden durchgeführt:

  • Verringerung illegaler Aktivitäten,
  • Verpflegung und Ausstattung der Wildhüter mit Uniformen, Stiefeln und Arbeitsmaterialien,
  • Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Wildhütern und den traditionellen Chefs sowie dem Militär,
  • fachlicher Austausch mit dem jenseits der Grenze gelegenen Bwindi-Impenetrable-Nationalpark (Uganda),
  • Rückgewinnung von Bereichen des Schutzgebietes, die für landwirtschaftlichen Anbau genutzt wurden.


Noch immer ist die Gefahr sehr groß, dass der Wald abgeholzt wird, deshalb sind regelmäßige Patrouillen und effiziente Schutzmaßnahmen nötig. Die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe hat das Sarambwe-Reservat immer wieder unterstützt, zuletzt im November 2009. Um den Schutz der Gorillas zu verbessern, sollen im Umfeld des Schutzgebiets zwei Dialogkomitees gebildet werden. Sie werden aus je 10 Personen bestehen. Bei ihrer Ausbildung, die die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe finanziert, lernen die Mitglieder der Komitees Wege kennen, wie sich Konflikte zwischen der Bevölkerung und den Gorillas lösen lassen und wie sie selbst zum Schutz der Tiere beitragen können. Den Aufbau, die Ausbildung und Betreuung der Komitees wird die lokale Organisation VONA übernehmen, die dafür ein Motorrad erhält.

 



Fotos:
rushegura-silverback.jpg: Silberrückenmann der Rushegura-Gruppe, die sich oft im Sarambwe-Reservat aufhält. Foto: Uwe Kribus

sarambwe-ranger.jpg: Wildhüter des Sarambwe-Reservats mit neuen Uniformen, die die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe gespendet hat. Foto: Claude Sikubwabo